Grundlagenforschung

Eine wichtige Aufgabe der überörtlichen Raumordnung stellt die Beobachtung, Analyse und Visualisierung raumstruktureller Gegebenheiten und Entwicklungen dar. Dies kann sowohl für einzelne Themenbereiche, als auch integrativ für das ganze Landesgebiet und seine Teilräume erfolgen. Themenbereiche sind unter anderem: Demographie, Bildung, Gesundheit und Soziales, Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Verkehr und Erreichbarkeit, Tourismus oder Zentralität.

Diese Erhebungen und Analysen der überörtlichen Raumordnung bilden vor allem eine empirische Grundlage für fachliche Entscheidungen innerhalb der Abteilung Raumordnung und Gesamtverkehrsangelegenheiten. Außerdem dienen diese Grundlagenarbeiten anderen Fachabteilungen des Landes sowie der Landespolitik als Unterstützung.

Die Basis der Grundlagenforschung bilden aktuell verfügbare statistische Daten sowie die Verwendung von raumbezogenen Daten und Informationen. Daraus werden mit verschiedenen GIS-Anwendungen und Analyse-Tools digitale Grundlagen wie Diagramme, kartographische Visualisierungen oder Erreichbarkeitsanalysen erstellt, wie etwa

Diese Karten werden nach Bedarf sowie nach Verfügbarkeit der Daten aktualisiert.
 

Das NÖ Potentialmodell
Die Nähe zu Einrichtungen der Daseinvorsorge (z. B. Bildungs- und Sozialeinrichtungen), zu Arbeitskräften, wirtschaftsnahen Dienstleistungen sowie die Qualität der Verkehrsanbindung sind wesentliche Standortfaktoren, die je nach Fragestellung unterschiedlich relevant sind. Die Berechnungen und Gewichtungen der einzelnen Faktoren (Indikatorenliste) sind somit bedeutende Grundlagen für die strategische Landesplanung.
 
Um diese räumlichen Informationen für Niederösterreich und seine Regionen mess- und darstellbar zu machen, wurden unter Einsatz der ERRAM-Methodik für jede Hauptregion und für das gesamte Bundesland Niederösterreich Rechenmodelle entwickelt. Diese dienen der Landesentwicklungsplanung dazu, regional differenzierte Analysen von Standortpotentialen und Ausstattungsqualitäten durchzuführen.