Projekte

Projekt: Örtliches Entwicklungskonzept Berg

NameBerg
Postleitzahl2413
Gesamtfläche935 ha
EinwohnerInnen752
Schulische EinrichtungenKindergarten, Volksschule, schulische Nachmittagsbetreuung, Kleinkinderbetreuung jew. Mo-Fr., 07-17 Uhr
Außerschulische JugendeinrichtungenJugendzentrum seit rund 10 Jahren

Seitens der Gemeinde war seit 2008 beabsichtigt, im Rahmen der Raumplanung ein örtliches Entwicklungskonzept zu erarbeiten, um alle Möglichkeiten der Zukunftsentwicklung des Ortes nachhaltig und zukunftsorientiert fest zu legen. Mit diesem Projekt wurden durch die Gemeinde die örtlichen Raumplaner „dieLandschaftsplaner.at ZT-GmbH“ beauftragt.
Die Zukunftsentwicklung des Ortes sollte in einem breiten Beteiligungsprozess mit der Bevölkerung diskutiert und erarbeitet werden. Der Ende 2009 in der Gemeinde ins Leben gerufene Gemeinde21 Prozess, bei dem auch ein Leitbild erarbeitet werden sollte, bot die richtige Gelegenheit zu einer breiten Zukunftsdiskussion für Berg. Deklariertes Ziel war es, in Abstimmung zwischen Gemeinde und G21 Kernteam, die Diskussionsprozesse „Leitbild G21“ und „örtliches Entwicklungskonzept in der Raumplanung“ zusammen zu führen und auf breiter Basis die Zukunftsvorstellungen der Bürger für den Ort gemeinsam zu erarbeiten.
Anfang 2010 begann dann in der Gemeinde Berg das Projekt Gemeinde 21 unter dem Motto „Gemeinsam BERGauf“. Ziel war es, gemeinsam künftige Themen, Projekte und Prioritäten auszuarbeiten, darzustellen und schrittweise umzusetzen. Im Kernteam wurde in Abstimmung mit der Gemeinde beschlossen, eine eigene Zukunftskonferenz abzuhalten, um gemeinsam und fokussiert wesentliche Teile des Gemeinde 21-Leitbilds auszuarbeiten.
Im Zuge einer Zukunftskonferenz („24 Stunden für die Gemeinde“, 12. – 13.11.2010, Seminarhotel Rust) sollten alle TeilnehmerInnen in die Entwicklung und Planung von nachhaltigen Zielen und Projekten eingebunden werden.
Das von Vertretern der Dorf- und Stadterneuerung moderierte Seminarwochenende wurde von den Raumplanern der Gemeinde begleitet. Dabei wurde den 64 Teilnehmern u. a. das Örtliche Raumordnungsprogramm der Gemeinde Berg inkl. des in Ausarbeitung befindlichen Örtlichen Entwicklungskonzepts präsentiert.
Aufbauend auf einer von allen TeilnehmerInnen erörterten Stärken-Schwächen Analyse zu mannigfaltigen Themengebieten wurden raumordnungsfachliche Ziele und Maßnahmen in moderierten Planungsgesprächen formuliert, wobei sich die Raumplaner in ihrer fachlichen Sicht durch die Ergebnisse betätigt fühlten. Diese Ziele und Maßnahmen wurden in weiterer Folge bei der Erstellung und Verordnung des Entwicklungskonzepts berücksichtigt.
Die Ziele und Maßnahmen der Gemeinde betreffend die räumliche und strukturelle Ortsentwicklung werden nun entsprechend breit von der Bevölkerung mitgetragen.

ProjektpartnerInnen Gemeinde Berg, dieLandschaftplaner.at ZT-GmbH, Gemeinde 21
Projektbegleitung

www.noeregional.at

Rückfragemöglichkeit in der Gemeinde

www.gemeindeberg.at

Projektfinanzierung

Gemeinde Berg und Förderungen Land NÖ
Örtliches Entwicklungskonzept (Gesamtkosten: rund 60.000 Euro – davon Gemeinde Berg € 56.100  u. Land NÖ € 3.900) sowie Kosten für die Orientierungs-, Planungs- und Umsetzungsphase d. LA-Prozesses auf 4,5 Jahre: € 34.250 (davon € 10.750 Beitrag der Gemeinde und € 23.500 Förderung d. Landes) zzgl. € 4.000 Kernteambudget, das zu 100% vom Land NÖ zur Verfügung gestellt wurde.

Projektdauer ÖEK Zeit 2008-2010, Offizieller Start LA21: Dezember 2009
Projektablauf

Anfang 2008: Planungsphase - Erstellung eines Örtlichen Entwicklungskonzeptes
April 2008-November 2010: Raumplanerische Grundlagenforschung der Raumplaner in enger Abstimmung mit der Gemeinde
Juni 2010: Bürgerveranstaltung mit ca. 80 Personen – Präsentation der Ergebnisse
Mai 2010: Parallel zum ÖEK – Umfassende Fragebogenaktion zu Themen ,wie Verkehr, Sicherheit, Wirtschaft, Umwelt, Lebensqualität, Raumplanung, Mitgestaltung etc.
November 2010: LA21u. Gemeinde-Workshop basierend auf den Ergebnissen der Fragebogenaktion in Zusammenarbeit mit 64 mitgestaltungsfreudigen BergerInnen, Vertretern der NÖ Dorferneuerung und DI Wunderer und DI Haderer (Raumplaner)
Ab November 2010: Beginn Zusammenführung des ÖEK mit dem LA21-Prozess u. damit Verbindung mit aktiver Bürgerbeteiligung – laufender Prozess
April 2012: Pressekonferenz „Bürger gestalten Raumplanung aktiv mit“ – Präsentation der erfolgreichen Zusammenführung von LA21 und ÖEK vor Presse und via HP und Gemeindezeitung Information der Bevölkerung
Februar 2013: Kontaktaufnahme mit der Gemeindeführung der benachbarten Gemeinde Kittsee (Bgld) und dem dortigen LA21-Kernteam um erste Gespräch bezüglich grenzübergreifener Raumplanung mit Bürgerbeteiligung zu führen
Ab Juli 2013: Auslauf der LA21-Phase in Berg – gleichzeitiger Antrag auf Weiterführung von LA21, der seitens des Landes bewilligt wurde.

Projektfakten

Die Zusammenführung des OEK u. des LA21-Prozesse – also der „Raumplanung mit Bürgerbeteiligung“ in Berg, gilt als wegweisender Präzedenzfall, der Mut machen soll, sich in Zukunft in NÖ vermehrt auf den Dialog zwischen PlanerInnen und Bevölkerung einzulassen.  Details siehe beigeschlossene Datei.

« Zurück zur Übersicht